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Gefahr bei Hochwasser

12.06.2020

Personen in Wasserwalze an der Isar

Am 12.06. kam es zu einer lebensgefährlichen Situation unterhalb der Marienklausenbrücke in der Isar. Zwei Personen befanden sich in der Wasserwalze und hatten starke Schwierigkeiten wieder aus dem Wasser zu kommen.

Bei Hochwasser bilden sich an Wehren und Staustufen Wasserwalzen, aus denen das Herausschwimmen fast unmöglich wird. Das Wasser wird wie in einer Waschmaschine immer wieder zur Kante zurückgetrieben und deswegen werden die Personen hierbei immer wieder unter Wasser gedrückt. Panik kommt auf, man muss ständig die Luft anhalten, um kein Wasser zu schlucken und dabei schwimmen … eine lebensgefährliche Situation.

Glücklicherweise waren zufälligerweise zwei Wasserwacht Kameraden in der Nähe. Sie genossen den Tag privat an der Isar und reagierten prompt. Ein Notruf wurde abgesetzt und den beiden Verunfallten konnte geholfen werden. Einer der Schwimmer konnte sich selbständig aus der Walze befreien und ans rettende Ufer schwimmen, die zweite Schwimmerin konnte sich an der Fischtreppe festhalten und auf die kleine Mauer klettern.

Rettungsleitern wurden von den beiden Wasserwachtlern an der Mauer angebracht und so konnte die junge Frau mit Hilfe der Kameraden auf die Marienklausenbrücke klettern. Beide wurden anschließend an den Rettungsdienst übergeben, um eine gesundheitliche Gefährdung auszuschließen.

Deswegen warnen wir weiterhin: geht nicht ins Wasser, wenn die Isar braun und trüb ist!

Bei erhöhtem Wasserstand gibt es überspülte Wehre, Inseln und Strömungen, die bei Niedrigwasser vielleicht harmlos sind, aber bei höheren Wasserständen zu lebensgefährlichen Situationen führen. Achtet besonders auf eure Kinder, denn diese unterschätzen die Wassermassen und werden abgetrieben, wenn sie ins Wasser fallen.

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Das Bootfahrverbot der Stadt München bleibt weiterhin bestehen. Im Landkreis ist das Bootfahren bis zum Großhesseloher Wehr gestattet.
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