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Schlauchboottour auf der Isar

Am 10. August haben wir von der Isarrettung gemeinsam mit den Sport-Piraten und geladenen Gästen eine Schlauchboottour vom Kloster Schäftlarn zur Floßlände in München unternommen. Selbst die stetigen Regenschauer konnten uns nicht von diesem Abenteuer abhalten, denn wasserscheu ist zum Glück niemand von uns.

Sicherheit geht vor

Nach der Ausgabe von Helmen und Schwimmwesten durch unsere sympathischen Guides Malina und Rivan erhielten wir eine Einweisung in die richtige Paddelhaltung, unentbehrliche Kommandos auf dem Wasser sowie die Rettung eines über Bord gegangenen Bootfahrers oder Schwimmers.

Während der Fahrt hatten wir viel Spaß beim Üben der unterschiedlichen Kommandos: rechts herum drehen, links herum drehen, anlanden, vorwärts und rückwärts fahren. Gar nicht so einfach, aber alles natürlich sehr wichtig, damit man im Notfall auch tatsächlich richtig reagieren kann.

Naturschutz

Sehr interessant waren auch die Informationen zum Thema Naturschutz, die unsere Guides parat hatten. Zum Beispiel über den Flussregenpfeifer, der auf einigen Kiesinseln zwischen dem Sylvensteinspeicher und Bad Tölz nistet. Diese bedrohte Tierart darf auf keinen Fall durch unüberlegtes Anlanden und Campieren auf den Inseln gestört werden. Auch über die Fische, die in der Isar leben, haben wir viel erfahren. Um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten, ist es nötig, dass sich alle Isar-Begeisterten, egal ob Schlauchbootfahrer oder Schwimmer, an bestimmte Regeln halten.

Wichtige Regeln:

  • Achtet auf den Wasserstand. Braunes und trübes Wasser ist beispielweise ein Hinweis auf einen erhöhten Wasserstand. Dieser führt zu erhöhtem Treibgutaufkommen und Verblockungen an Brücken und in Kurven. Die Gefahr, hier hineingezogen zu werden, steigt mit dem Wasserpegel der Isar. An verschiedenen Stellen bilden sich dann lebensgefährliche Wasserwalzen, aus denen man auch mit dem Schlauchboot nicht herauskommt und kentern kann.
  • Strömungen einzuschätzen lernt man entweder von Profis oder durch jahrelange Erfahrung. Die Isar ist ein Wildfluss und verändert sich ständig. Jede Tour kann eine neue Überraschung in petto haben, da Bäume und Äste irgendwo angeschwemmt wurden oder sich Kiesinseln verlagert haben.
  • Bleibt immer in der Hauptströmung. Hier ist das Wasser tief genug, damit die Fische möglichst wenig gestört und auch keine Laichplätze zerstört werden.
  • Landet nicht an gekennzeichneten Inseln an, die von Vögeln bebrütet werden.
  • Ein gutes Boot ist wichtig, am besten ein Rafting-Boot. Der Gummimantel sollte so dick sein, dass Glasscherben und spitze Steine ihm nichts anhaben können. Außerdem sind mehrere Kammern im Boot wichtig, damit bei Beschädigung nicht das ganze Schlauchboot untergeht. Schwimmende Inseln oder gar Luftmatratzen sind also absolut nicht geeignet.
  • Verzichtet niemals auf Schwimmwesten, Helme und solide, wasserfeste Schuhe. Wenn eine Person ins Wasser fällt, kann man sie an der Weste leichter packen und ins Boot ziehen. Helme schützen den Kopf vor überhängenden Ästen und die festen Schuhe vor Schnittverletzungen an den Füßen.
  • Nehmt all euren Müll ausnahmslos wieder mit nach Hause. Wir haben auf unserer Tour zwei Zehn-Personen-Rafts voll Müll gesammelt und zum nächsten Container gebracht. Darunter drei Schlauchboote, zwei große aufblasbare Enten, einen Schwimmring, einen Grill, eine Luftpumpe und viele, viele Glasflaschen. Dies macht uns traurig und fassungslos, da wir doch alle die Natur genießen wollen, wenn wir uns an und auf der Isar aufhalten.

Ein großer Dank geht an die Sport-Piraten, die uns die Boote kostenlos zu Verfügung gestellt haben. Ebenso an unsere Guides Rivan und Malina, Sissi St. Croix – Autorin auf dem Blog bananenschneckerl.de, Yvonne So und A runde Sach, die uns alle ebenso ehrenamtlich unterstützen.

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